Augusta Raurica, Basel

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Augusta Raurica

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Augusta Raurica, auch als Colonia Augusta Rauracorum bekannt, ist eine Siedlung aus römischer Zeit am Südufer des Rheins, einige Kilometer östlich von Basel. Die Ausgrabungen und Rekonstruktionen alter Gebäude sind auch heute noch in vollem Gange.

Gegründet wurde die Siedlung am 21. Juni im Jahre 44 v. Chr. durch den Feldherrn Lucius Munatius Plancus. Während die Grabinschrift des Munatius Plancus den ursprünglichen, lapidaren Namen Colonia Raurica nennt und noch um 75 n. Chr. der Naturwissenschafter Plinius der Ältere in seiner Naturgeschichte von Raurica oder Rauricim oppidum spricht, finden wir beim Geographen Ptolemäus um 150 n. Chr. die griechische Bezeichnung Augusta Raurikon (=lat.: Augusta Rauricorum). An und für sich könnte auch ein anderer, späterer Kaiser der Stadt den Titel Augusta verliehen haben, um ihr den Rang einer "kaiserlichen" Stadt zu gewähren, und lieber sähe man es schon, wenn auch Plinius diesen schmucken Beinamen kenne würde. Aber es fällt doch auf, dass auch noch zwei andere wichtige Stützpunkte des augusteischen Eroberungsplanes den Beinamen des ersten Kaisers tragen: Augusta Praetoria am Südfusse des Grossen St. Bernhard-Passes, aus dem heute Aosta geworden ist, und Augusta Vindelicum, Augsburg am Lech, als Vorposten gegen die Donau. Diese drei Augustae bilden die Ecken eines Dreiecks, das sich über die von Augustus eroberten Alpen legt und seine breite Basis vom Rheinknie bis zur Donau gegen Germanien wendet.

Es hat sich während den Ausgrabungen gezeigt, dass die Stadt auf einer Hochfläche ruht, nicht weit vom Rheine weg. Die Ergolz und der Violenbach haben aus der Terrasse ein Dreieck herausgefressen, dessen Basis am nördlichsten Rand des Juras liegt und etwa 1 km breit ist. Die "Spitze" des Dreiecks schaut rheinwärts gegen Norden und bildet einen Kopf, der Kastelen heisst, also an eine Burg gemahnt. Von der Basis bis zum Scheitel des Dreiecks messen wir ebenfalls rund 1 km.
In diese Hochfläche, die nach Westen, Norden und Osten von steilen Böschungen umgeben ist, wurde die Stadt gebaut. Die Geometer hatten zunächst nach den Angaben des Stadtplanarchitekten, der den Grundriss und Umfang der neuen Stadt entworfen hatte, auf dem Gelände abgesteckt. Jedes wichtige öffentliche Gebäude erhielt seinen Platz angewiesen, in erster Linie der Tempel des obersten Himmelsgottes Jupiter mit dem Hauptaltar vor dem heiligen Zentralpunkt, von dem aus das Strassennetz einvisiert wurde.
Der Architekt, der den Auftrag erhielt, den Plan zu entwerfen, legte zunächst durch das Dreieck eine Längsachse, die 36° von der Nordrichtung nach Westen abwich und zur Hauptstrasse der Stadt ausgebaut wurde. In Abständen von 55 m legte er parallel dazu weitere Längsstrassen. Dann teilte er die Längsachse in 16 gleiche Teile zu 66 m (225 röm. Fuss) und zog durch die Schnittpunkte Querlinien, von denen er 10 zu Querstrassen machte. So erhielt er ein rechtwinkliges Strassennetz und Stadtquartier von rund 50 auf 60 m. Die Strassen wurden mit einem soliden Bett von Kies und beidseitig mit Wassergräben versehen. Die wichtigeren Strassen säumten gedeckte Fussgängerwege hinter Säulenreihen ein.

Der Ort entwickelte sich in der Folge zur grössten römischen Stadt auf der Nordseite der Alpen mit einigen zehntausend Einwohnern. Zur Zeit der höchsten Blüte vom 1. bis zum 3. Jahrhundert hatte Augusta Raurica alles, was zum römischen "panem et circenses" gehört. Man räucherte Schinken und Speck und lieferte dieses in alle Ecken des Römischen Reiches. Es gab ein Theater, ein Amphitheater, ein Hauptforum, verschiedene kleinere Foren, einen Aquädukt, diverse Tempel sowie öffentliche Bäder.

Ein starkes Erdbeben zerstörte im Jahre 250 die Stadt in erheblichem Maße. Hinzu kamen weitere Zerstörungen durch Einfälle der Alamannen und/oder marodierende römische Truppen. In der Folge bildeten sich zwei neue Siedlungen, "die beiden Augst", die gewissermaßen die Kerne der heutigen Ortschaften Augst und Kaiseraugst bilden. Die Grenzen der Colonia Raurica sind nicht mehr mit absoluter Sicherheit zu ermitteln. Man glaubt, sie rückschliessend aus dem Umfang des frühmittelalterlichen Augstgaues ablesen zu können. Demnach wäre die Kolonie gegangen von Basel rheinaufwärts bis zur Aaremündung, aareaufwaärts bis zur Mündung der Sigger unterhalb Solothurn, hinüber an die Lüssel und birsabwärts bis Basel. Das scheint aber nur bedingt richtig zu sein. Nach neuesten Forschungen stehen Gutshöfe mit Ziegelstempeln der Windischer Legionen auch in verwaltungsrechtlicher Abhängigkeit von Vindonissa. Solche reichen aber über den Bözberg hinüber bis nach Frick. Also wird der Thiersteinberg unterhalb Frick die Kolonie nach Osten abgeschlossen haben. Auf der Westseite dürfte, wie oben angeführt, in der Nähe der Birsigmündung bei Basel eine Grenzstation gelegen haben. Frührömische Brandgräber, die 1937 bei der Kirche von Neuallschwil gefunden worden sind, deuten darauf hin, dass auch an der nördlichen ins Elsass (Richtung Blotzheim) führenden Landstrasse ein solcher Posten lag.
Im grossen Ganzen können wir sagen, dass die Colonia Raurica den Kanton Basel, das Fricktal und den östlichen Jurateil des Kantons Solothurns umschlossen hat. Das gibt ein Territorium von rund 700 km².

Beide bildeten aber zunächst eine Ortschaft mit dem Namen Augst.
Im Jahre 1442 aber wurde diese Ortschaft entlang der Flüsse Ergolz und Violenbach geteilt. Westlich der Grenze blieb das Gebiet Herrschaftsbereich von Basel, welches sich 1501 als Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft anschloss. Augst wurde 1833 schließlich Teil des Kantons Basel-Landschaft.

Der östlich von Ergolz und Violenbach liegende Teil kam unter habsburgische Herrschaft. Zur besseren Unterscheidung wurde dieser Ort nun mit dem Namen "Kaiseraugst" versehen. Dieser Ort kam erst 1803 zur Schweiz hinzu, nachdem die habsburgischen Herrschaftsgebiete durch Napoleons Kriege verloren gingen und sich schließlich zum Kanton Aargau zusammenschlossen und der Schweiz beitraten.

Viele der römischen Bauten sind durch Ausgrabungen erforscht und konserviert worden.

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